Luther hat die Stadt Wittenberg bekannt gemacht. Der Thesenanschlag gilt als beginn der Reformationsbewegung.

Kurze Einblicke in die Geschichte Natürlich gab es Wittenberg auch schon vor Luther, das seine Bedeutung durch den Bau eines Franziskanerklosters erlangte. Bernhard von Sachsen wurde die Herzogswürde im Jahre 1180 verliehen. Die Ehefrau seines Sohnes Albrecht I. ließ das Franziskanerkloster dort errichten. Albrecht II. hat im Jahre 1293 Wittenberg das Stadtrecht verliehen.
Friedrich der Sanftmütige erlaubte ab dem Jahre 1451 der Stadt, die Herstellung eigener Heller.
Im Jahr 1486 begann die Blütezeit Wittenbergs. Der Kurfürst Friedrich III. konnte durch seine Einkünfte aus dem Silberbergbau im Erzgebirge in die Stadt Wittenberg investieren. Er baute für sich eine Residenz und eine Universität. Durch die 1502 gegründete Universität und Zuzug der Professoren und Studenten ist die Stadt gewachsen. Durch die Universität wurde auch der Buchdruck in die Stadt geholt. 1508 kam Martin Luther von Erfurt nach Wittenberg, um sein Theologiestudium fortzusetzen. Im Jahre 1517 soll der berühmte Thesenanschlag durch Luther stattgefunden haben. Als sich diese Nachricht verbreitete kamen viele Gelehrte nach Wittenberg. Zuvor lebten dort ca. 20000 Menschen.
Während des Dreißigjährigen Krieges verminderte sich die Anzahl der Studierenden. Viele Bürger die außerhalb der Mauern lebten, suchten Schutz in der Stadt und dies führte zur Knappheit an Nahrung und zum Ausbruch von Krankheiten.
Im Siebenjährigen Krieg wechselten sich die Besatzer der Stadt. Letztlich wurde die Stadt massiv beschädigt. Die Aufbauarbeiten dauerten bis zu 10 Jahren.
Während des Feldzuges von Napoleon kapitulierte die Stadt und wurde zu einem französischen Quartier, jedoch rettete das Wittenberg nicht vor erneuten schweren Schäden im weiteren Verlauf des Krieges.
Der Wiener Kongress beschloss zwischen 1814 und 1815, dass drei Fünftel des Landes Sachsen an Preußen gehen sollte und Wittenberg fiel darunter. Die Universität wurde 1817 durch Friedrich Wilhelm III aufgelöst. Stattdessen zogen 26 Infanterieregimente in die Stadt ein. Wittenberg wurde zu einer Festungsstadt.
Die Stadt entwickelte sich weiter, auch Industriebetriebe siedelten sich an. Die erste Bahnstrecke zwischen Berlin und Anhalt wurde 1841 eröffnet. 1906 eröffnete die Schokoladenfabrik Wikana, die es bis heute gibt. Seit Mai 1922 heißt die Stadt Lutherstadt Wittenberg.
Während der NS-Zeit und des Zweiten Weltkrieges
1935 gab es eine große Explosion im Reinsdorfer Sprengstoffwerk WASAG. Ein Zweigbetrieb der Arado Flugzeugwerke wurde in Wittenberg errichtet und die Zwangsarbeiterinnen vom KZ Ravensbrück wurden für die Arbeit eingesetzt. Wittenberg wurde 1936 wieder zu einer Garnisonsstadt der Wehrmacht. Die Pogromnacht im Jahre 1938 hatte auch in Wittenburg zu Ausschreitungen gegen jüdische Geschäfte und Wohnungen geführt. in der Folgezeit wurden 26 jüdische Einwohner verhaftet und deportiert.
Die Stadt wurde im östlichen Teil durch Bombenabwürfe beschädigt. Bevor die Rote Armee Ende April 1945 einmarschieren konnte, wurden die Elbbrücke und die Flutbrücke gesprengt.
Viele Vertriebene aus den östlichen Gebieten der Oder und Neiße und dem Sudetenland kamen nach Wittenberg. Zwischen 1957 und 1963 wurden neue Wohnungen in Großblockbauweise gebaut. 1952 wurde der 450. Jahrestag der Gründung der Wittenberger Universität gefeiert. Im Jahr 1953 wurde der Gedenktag zum 400. Todestag Lucas Cranachs, d.Ä. begangen.
Die 450-Jahr-Feier der Reformation wurde 1967 mit einem internationalem Symposium gefeiert. Ein Memorialmuseum zu Ehren Philipp Melanchtons wurde in seinem ehemaligen Wohnhaus eröffnet. Die Neueröffnung der Lutherhalle 1983 fand nach Umgestaltung anlässlich des 500. Geburtstages Martin Luthers statt.
In den 1970er Jahren wurde das Stickstoffwerk Piesteritz erweitert und und damit entstand auch ein Wohngebiet am nördlichen Stadtrand.
Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurden viele Betriebe aufgelöst und es entstand eine hohe Arbeitslosigkeit. Die Stadt verlor viele Bürger, durch starke Abwanderung.

Kirchen: Schlosskirche, Stadtkirche, Katholische Kirche, Christuskirche
Universität „Leucorea“ Wittenberg
Architektur: Hamlethaus, Bugenhagenhaus, Stadthaus, Altes Rathaus, Marktplatz, Cranach-Höfe, Schloss, Hundertwasserschule, Hauptpost Wittenberg, Alter Bahnhof, Chemie-Pavillon
Museen: Weltkulturerbe Lutherhaus, Collegienstraße 54, Weltkulturerbe Melanchthonhaus, Collegienstraße 60, Cranach-Höfe, Markt 4 (wechselnde Ausstellungen), Altes Rathaus (wechselnde Ausstellungen), Stiftung Christliche Kunst Wittenberg mit einer Dauerausstellung und wechselnden Sonderausstellungen im Wittenberger Schloss (Zugang über Besucherzentrum), Haus der Geschichte (Wohnkultur des 20. Jahrhunderts und insbesondere der ehemaligen DDR), Schlossstraße 6, Museum der städtischen Sammlungen im Zeughaus (Stadtgeschichte; Julius Riemer-Sammlung: Naturkunde, Ethnologie), Arsenalplatz, Science Center futurea, Markt 25, Historische Stadtinformation und Grablege der Askanier in der Klosterkirche, Arsenalplatz
Besonderheiten: Luthereiche, Schlossstraße mit Blick in Richtung Schlosskirche, 2014, Druckerstube im Cranachhof, Röhrwasser, historisches Wasserleitungssystem, Ratsarchiv Wittenberg in der Juristentrasse 16, Kirchliches Forschungsheim, Friedrichstrasse 1a, Luthergarten, Parkanlage mit 270 Bäumen aus aller Welt nahe dem Schloss am Kurfürstenring (ehemals Hallesche Straße), Panorama-Rundbild Luther 1517 von Yadegar Asisi, Wilhelm-Weber-Straße nahe dem Lutherhaus, Tierpark Wittenberg, Juristenstraße, Alaris Schmetterlingspark, Rothemarkstraße, K-Gebäude (Kommandantengebäude), zur Aufnahme der geplanten Studiensammlung der städtischen Sammlungen, mit angeschlossenem Vortrags- und Tagungszentrum, Juristenstrasse 14
Freizeit: NABU-Zentrum „Im Stadtwald“ (unter anderem mit Tiergehege und Naturlehrpfad); Reinsdorfer Weg, Arthur-Lambert-Stadion; Wallstraße, Stadthalle; Sternstraße, Freibad; Piesteritz, Schwimmhalle; Piesteritz, Strandbad; Reinsdorf, Marina; Pratau, Stadtpark, Volkspark; Piesteritz
Events: Wittenberger Maiblumenfest, Wittenberger Radsporttage und Regio Pedale, Luthers Hochzeit, Wittenberger Kultursommer mit den Wittenberger Hofkonzerten, Wittenberger Erlebnisnacht, Wittenberger Töpfermarkt, Wittenberger Renaissance-Musikfestival, Reformationsfest, Wittenberger Weihnachtsmarkt

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