Zum Ende des 8. Jahrhunderts wurden Ortschaften unweit von Quedlinburg in den Urkunden erwähnt. Bedeutend wurde die Stadt erst im 10. Jahrhundert. Die ottonischen Herrscher begangen hier das höchste christliche Fest, das Osterfest. Villa quae dicitur Quitilingaburg steht es in einer Urkunde von König Heirich I. aus dem Jahr 922. Seine Witwe die Königin Mathilde gründete einen Damenstift mit der Aufgabe von Totenmemorie und leitete den Damenstift als Äbtissin. Otto I. besuchte Quedlinburg zum Osterfest und zu den Gedenktagen an seinen Vater. Ottos Tochter Mathilde wurde zur Leiterin des Damenstiftes vorgesehen und ernannt. Mathilde, die Frau von Heinrich I. wurde neben ihm in der Pfalzkapelle auf dem Schlossberg bestattet.
Wirtschaftlich und politisch wuchs die Stadt Quedlinburg weiter. Geschäftlich entwickelte sich die Stadt im Bereich des Kaufmannswesens stark, außerdem war die Stadt für ihre Gewandschneider bekannt. Ab 1330 gehörte die Neustadt zur der Altstadt von Quedlinburg. Im Jahre 1336 gab es einen Konflikt zwischen dem Halberstädter Bischof und dem Grafen von Regenstein. Der Graf von Regenstein wurde gefangen genommen. Nach diesem Vorfall wurde die Stadt unabhängiger von der Stadtherrin (der Äbtissin des Damenstiftes) und baute Verteigungsanlagen aus. Die Stadt trat 1384 dem niedersächsichen Städtebund bei und im Jahre 1426 dem Hansebund.
Im Jahre 1477 kam es zu einem Konflikt zwischen der Äbtissin Hedwig von Sachsen und dem Stadtrat. Die Äbtissin bekam Verstärkung von ihren Brüdern den Wettiner Herzögen Ernst und Albrecht. Dies war eine Niederlage für die Stadt und die mühselig erlangte Unabhängigkeit ging teilweise verloren.
Der Bauernkrieg ging an Quedlinburg ebenfalls nicht ohne Zerstörung vorbei, viele Kloster fielen diesem zum Opfer. Im Jahr 1539 wurde auch Quedlinburg reformiert. Zwischen den Jahren 1565 und 1637 forderten mehrere Pestepidemien viele Opfer. Die meisten Fachwerkhäuser, die heute noch erhalten sind, wurden nach dem Dreißigjährigen Krieg gebaut. Das Quedlinburger Rathaus wurde im Jahre 1615 umgebaut.
Im Jahre 1698 besetzten die brandenburgischen Truppen die Stadt Quedlinburg. Die Stadt fiel unter die preußische Schutzmacht. Im Jahre 1802 wurde das bestehende Damenstift aufgelöst.
Auch Quedlinburg wurde zu einer Garnisonsstadt in den Jahren zwischen 1815 und 1938. Das 18. und 19. Jahrhunderte brachte die Industrialisierung auch nach Quedlinburg. Blumen- und Saatgutzucht brachte der Stadt Wohlstand. Es wurden Blumensamen sowie Gemüse gezüchtet. Auch die Zuckerfabrik von G.Chr. Hanewald ließ mehr Arbeitsplätze in der Stadt entstehen. Der Wohlstand äußerte sich unter anderem im Bau der Jugendstilvillen.
Während des Ersten Weltkrieges wurden die landwirtschaftlichen Arbeiten von Kriegsgefangenen aus unterschiedlichen Ländern getätigt. Von der Inflation nach dem Weltkrieg war auch Quedlinburg betroffen.
Während der NS-Zeit gründete Himmler die “König-Heinrich-I.-Gedächtnisstiftung”. Heinrich I. wurde ein germanischer Vorbild für Himmler, vor allem in Bezug auf die Ostpolitik gegenüber den Slawen.
Auch in Quedlinburg gab es die Reichspogromnacht in der jüdische Geschäfte und Privatwohnungen geplündert wurden. Die Stadt wurde fast kampflos von den amerikanischen Truppenverbänden eingenommen. Dadurch konnte die Stadt einer größeren Zerstörung entkommen.
Während der DDR-Zeit gehörte Quedlinburg zum Land Sachsen-Anhalt und war ein Bezirk von Halle. Ein großer Betrieb war die Firma “Steinle und Hartung” die Mess-und Klima-Regelungstechnik baute.
In Quedlinburg wurden oft friedliche Demonstrationen abgehalten. Diese fanden immer Donnerstags statt. Auch am 9. November 1989 fand eine Demonstration statt. Nach der Wiedervereinigung wurden die Fachwerkhäuser restauriert. Wie in vielen Orten der DDR wurden auch in Quedlinburg Plattenbausiedlungen erbaut.

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