Der Jahrtausendturm in Magdeburg ist mit 60 Metern Höhe das höchste Holzgebäude – nicht jedoch der höchste Holzturm – der Welt. Der Entwurf und das künstlerische Gesamtkonzept des Turms stammen vom Schweizer Baugestalter Johannes Peter Staub.

Der Jahrtausendturm wurde anlässlich der Bundesgartenschau 1999 im Magdeburger Elbauenpark errichtet. Darin befindet sich eine Ausstellung zur Entwicklung der Wissenschaften, mit vielen anschaulichen, teils interaktiven Experimenten. Unter anderem kann man durch ein astronomisches Fernrohr die Uhr des Magdeburger Domes ablesen. Ein Foucaultsches Pendel, das in der Turmspitze aufgehängt ist, demonstriert die Rotation der Erde.

Der Turm war ursprünglich nur für die Zeit der Gartenschau konzipiert. Erst später wurde entschieden, den Turm und die Ausstellung darin dauerhaft zu betreiben.

Erste Ebene: Frühe Hochkulturen und Anfänge der Menschheitsgeschichte. Begehbares römisches Haus (u. a. mit Peristyl), Taltempel der ägyptischen Pyramiden mit dem “Gang der Erleuchtung”. Veranschaulichung von physikalischen und mathematischen Problemen der frühesten Zeit.
Zweite Ebene: Mittelalter (500–1500). Antike Weltsysteme und Medizin, einfache Maschinen und das frühe Arabien. Anschauliche Darstellung der goldenen Regel der Mechanik (schiefe Ebene mit Fass, Flaschenzug). Die größte Attraktion ist die Vorführung des Impulserhaltungssatzes. Hierzu werden acht Metallkugeln von jeweils 60 kg, die an ca. vier Meter langen Stahlseilen hängen, in Bewegung gesetzt.
Dritte Ebene: Frühe Neuzeit (1500–1650). Mechanik, Vakuum, Magnetismus, Mathematik, Alchemie, Medizin und der Weltbildwandel. Wichtige Kriege, die großen Entdeckungsreisen und Erfindungen (z. B. Buchdruck, Teleskop). Man kann sich die Funktionsweise eines Linear-Axial-Getriebes und ein Drehspindelhemmungs-Uhrwerk von Leonardo da Vinci anschauen, daneben eine Nachbildung des Erdapfels von Martin Behaim und eine Darstellung des Weltbildes von Johannes Kepler. Von den Mitarbeitern bekommt man die Rollversuche von Galileo Galilei auf der schiefen Ebene und den freien Fall eines Kunststoffballs und einer Feder in einer Vakuumröhre vorgeführt. Danach werden Versuche von Otto von Guericke, er war seiner Zeit Bürgermeister von Magdeburg, dem größten Wissenschaftler seiner Heimatstadt, gezeigt: Die Mitarbeiter demonstrieren den berühmten Magdeburger Halbkugelversuch, man kann sich die Funktionsweise des Wasserbarometers erklären lassen und Guerickes pneumatischen Lastenkran ausprobieren.
Vierte Ebene: 1650–1859. Medizin, Chemie, Biologie und Sinneswahrnehmung, darin Optik. Die Ebene ist unterteilt in die Ebenen 4.1, 4.2 und 4.3.
Darüber: 1750 bis zur Gegenwart. Elektrizität, Funktechnik, Wärmelehre, Fixsternparallaxe, Dopplereffekt, Raum und Zeit, Gentechnik und Kernenergie.
Fünfte Ebene sowie dazugehörige Ebene 5.1: Moderne Forschung in Naturwissenschaften und Medizin. Schwerpunkte: Mikrokosmos und Makrokosmos.
Sechste Etage: Aussichtsplattform

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