Die Herkunft des Namens der Stadt ist noch unklar. Es gibt die Annahme, dass es vom Flussabschnittsnamen Holtemme kommt.
Es war mal ein Missionsstützpunkt und im Jahre 804 wurde dieser zum Bischofssitz. König Otto III. hat dem Bischof Hildeward von Halberstadt Markt-, Münz- und Zollrecht sowie die weltliche Gewalt im Harzgau verliehen und damit über Halberstadt. Im jahre 1005 wurde mit dem Bau der Liebfrauenkirche begonnen, im Jahre 1179 wurde die Stadt von Heinrich dem Löwen zerstört und 1192 gründeten die Templer eine Kommune im Burchardikloster. Im Jahr 1491 ca. nach 200 Jahren Bau wurde der Dom eingeweiht.

Bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges war Halberstadt gemischtkonfessionell.
Wallenstein besetzte im Jahre 1629 die Stadt. Im Jahre 1648 wurde das Fürstbistum Halberstadt zum Teil von Brandenburg-Preußen.
Für die Aufklärung hat die Stadt eine große Bedeutung, denn seit 1750 funktionierte der Domsekretär Johann Wilhelm Ludwig Gleim sein Haus in ein Kommunikationszentrum für die deutsche Aufklärung um.
Im Jahre 1761 erwarb Ernst Ludwig Christoph von Spiegel die Spiegelberge und gestaltete einen Landschaftspark. Das erste Landschullehrerseminar Deutschlands wurde in Halberstadt gegründet. Halberstadt wurde zum Teil des Königreichs Westphalen. Der Wiener Kongress sprach die Stadt Preußen zu und es wurde zum Teil der neuen Provinz Sachsen.
Im Jahre 1843 wurde die Bahnstrecke nach Magdeburg eröffnet, dies bedeutete den Anschluss von Halberstadt an das Eisenbahnnetz.
Im Jahre 1903 wurde eine elektrische Straßenbahn gebaut. Zwei Jahre später wurden das Stadttheater und Museum gegründet. Für den ersten Weltkrieg produzierten die Deutschen Bristol-Werke Flugzeuge in Halberstadt, allerdings ging das Unternehmen Insolvent, da nach dem Versailler Vertrag in Deutschland der Flugzeugbau untersagt war. Ab 1935 wurden auf dem Gelände wieder Tragflächen gefertigt. Eine im barocken Stil gebaute Synagoge wurde zerstört und im Jahre 1942 die letzten Mitglieder der jüdischen Gemeinde deportiert. Es gab mehrere KZ-Außenlager in Halberstadt. Diese gehörten zur Buchenwald und Langenstein-Zwieberge.
Während des zweiten Weltkrieges wurde Halberstadt durch US-amerikanische Bomber fast vollständig zerstört.
Die Stadt wurde nach dem Krieg in den Folgejahren aufgebaut. Somit blieb fast nichts ursprüngliches von der Stadt erhalten.
Nach 1990 wurden die noch erhaltenen Teile der Altstadt restauriert und ab 1995 wurde in einer moderne Bauweise die Altstadt aufgebaut.
Seit 2008 trägt die Stadt den ihr von der Bundesregierung verliehenen Titel “Ort der Vielfalt”.
Theater
Das Nordharzer Städtebundtheater spielt auf mehreren Bühnen. Z.Bsp. in Quedlinburg und dem Bergtheater Thale.
Museen
Das Heineanum ist eines der größten vogelkundlichen Museen Deutschlands.
Das Gleimhaus ist eines der ältesten Literaturmuseen in Deutschland.
Das Städtische Museum, das Berend-Lehmann-Museum für jüdische Geschichte und Kultur
Der Dom und den Domschatz. Das Schraube-Museum zum Thema bürgerliche Wohnkultur um 1900.
Bauwerke
Die wichtigsten Bauwerke finden sie am Domplatz. An der Nordwestseite ist die Peterstreppe und der Petershof zu sehen. Die Nordseite beherbergt das Städtische Museum, das Heineanum die Dombauhütte und das Gleimhaus, das befindet sich in den historischen Domherrenkurien. An der südlichen Seite ist das Gebäude des ehemaligen Domgymnasium und die Dompropstei.
Die wichtigsten Straßen sind Gröperstrasse, Rosenwinkel, Steinhof, Bakenstrasse, Grauer Hof, Grudenberg, Westendorf. Es sind etwa 450 vorwiegend im niedersächsischen Fachwerkstil erbaute Häuser.
Kirchen
Der Dom St. Stephanus und St. Sixtus ist eine der bedeutendsten gotischen Kathedralen Deutschlands.
Die Winterkirche im frühgotischen Westflügel der Domklausur.
Die Liebfrauenkirche wurde 1146 erbaut.
Die Martinikirche wurde zwischen 1250 und 1350 erbaut.
Die um 1246 erbaute St.-Moritz-Kirche ist eine dreischiffige Pfeilerbasilika.
Die Burchardikirche wurde um 1210 erbaut.
Die St.-Andreas-Kirche wurde im 13. Jahrhundert als Teil des Franziskanerklosters erbaut.
Die 1648 fertiggestellte St.-Johannes-Kirche ist eine Fachwerkkirche mit polygonalem Chorschluss und gotischen Fenstern.
Die St.-Katharinen-Kirche, die der heiligen Katharina und der heiligen Barbara geweiht ist, wurde im 14. Jahrhundert erbaut. Ist heute katholische Gemeindekirche.
Die St.-Laurentius-Kirche wurde um 1194 erbaut und ist eine romanische Dorfkirche im Ortsteil Wehrstedt. Die Ruine der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Kirche wurde 1993 in einer spektakulären Aktion der ARD-Fernsehsendung „Jetzt oder nie“ in nur 60 Stunden auf den alten Mauerresten wiederaufgebaut.

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