Die Stadt Dessau wurde erstmals urkundlich erwähnt im Jahr 1213. Gegen 1470 wurde Dessau zur einer festen Residenzstadt der Fürsten von Anhalt-Dessau. Die Burg der Askanier wurde zum Schloss umgebaut und der Bau der Marienkirche wurde begonnen. Während in anderen Teilen Sachsen- Anhalts die Reformation voranschritt, schlossen sich die katholischen Fürsten zum Dessauer Bund jedoch wurde durch Georg III. die Reformation offiziell.
Vor dem Dreißigjährigen Krieg erlebte Dessau einen wirtschaftlichen Aufschwung. Jedoch wurde die Region vor allem wegen der Elbbrücke zu einer Durchmarschstrasse. Über die Elbbrücke marschierten viele Truppen und 1626 wurde eine große Schlacht an der Elbbrücke ausgetragen. Eine große jüdische Gemeinde entwickelte sich Ende des 17. Jahrhunderts in Dessau und Leopold I. baute die Stadt zu einer barocken Residenz aus.
Dessau entwickelte sich auch im 18 Jahrhundert weiter. Fürst Leopold III. Friedrich Franz, baute im klassizistischen Stil das Dessau – Wörlitzer Gartenreich.
In Roßlau wurde 1844 eine Maschinenfabrik der Gebrüder Sachsenberg gegründet. Damit setzte auch an diesem Ort die Industrialisierung ein. Es folgten Berlin-Anhaltische Maschinenbau AG (BAMAG) gegründet 1872 und Dessauer Waggonfabrik 1895. 1871 wurde die Dessauer Actien Zucker Raffinerie gegründet. Ab 1915 wurden Junkers Flugzeug- und Motorenwerke gebaut. Seit 1918 ist Dessau die Hauptstadt des Freistaates Anhalt. 1932 wurde Dessau eine Kreisstadt des Landkreises Dessau-Köthen, 1935 wurde Roßlau eingemeindet und Dessau wurde zu einer Großstadt.
Das Bauhaus hatte ab 1925 seinen Sitz in Dessau und zwischen 1932 bis 1933 führte es Ludwig Mies van der Rohe als private Institution, aufgrund des Drucks von der NSDAP.
Während des zweiten Weltkrieges wurden die Junkers Flugzeug-und Motorenwerke ab 1940 mit Luftangriffen bombardiert. In der Nacht zum 7. März 1945 wurde das Stadtzentrum von Dessau durch die britischen Bombenangriffe zerstört bzw. stark beschädigt. Viele historische Gebäude wurden zerstört wodurch sich das Stadtbild in Folge des Weltkrieges nachhaltig veränderte.
Das neue Land Sachsen – Anhalt wurde 1946 gebildet und Dessau gehörte dazu. Ab 1952 wurde Dessau dem Bezirk Halle zugeordnet. Das Stadtzentrum wurde wieder aufgebaut, Dessau war nach wie vor eine Industriestadt, insbesondere für Maschinen-Anlagen-und Waggonbau. In der DDR war Dessau zudem der größte Brauereistandort.
Auch Dessau hatte nach dem Mauerfall mit einer massiven Abwanderung und einer hohen Arbeitslosigkeit zu kämpfen.

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